Die Musikschule ist geprägt durch Chöre im Haupthaus sowie Stadtteilchöre. Letztere bieten vielen Kindern wohnortnah die Möglichkeit zum Singen. Jeder Chor hat einen besonderen Charakter und gestaltet sein eigenes Programm im Stadtteil. Darüber hinaus kooperiert die Musikschule mit weiterführenden Schulen, die Chorklassen anbieten. Hier übernimmt die Musikschule die Stimmbildung.
In allen Chören bestimmt unser Leitbild, eine „Musikschule für Alle” zu sein, die Probenarbeit, sei es durch individuelle Förderung, durch begleitende unterstützende Maßnahmen oder durch gemeinschaftsstiftende Chorfahrten.
Bei den Chortagen in diesem Jahr singen Kinder aus den Chören des Haupthauses der Musikschule sowie aus Stadtteilchören. Gemeinsam gestalten sie Ende Mai 2019 die Aufführung der Kinderoper „Brundbár“ im Ballhof. Das Besondere dieser Oper ist – neben Inhalt und Musik – ihr Aufführungsort in den Jahren 1939 bis 1945. Der Komponist Hans Krása wurde ins KZ Theresienstadt deportiert. Dort rekonstruierte er sein 1938 komponiertes Stück und führte es im Lager mit Kindern und Erwachsenen 55 Mal auf. Insbesondere die Kinder erlebten in einer unwürdigen Umgebung ein wenig Normalität und vor allem Lebensfreude durch das Musizieren.
Inzwischen steht das Stück nicht nur für das „bedingungslose Zusammenhalten von Freunden”, sondern auch für Gemeinschaft, Stärke und das Streben nach einer friedlichen und gerechten Welt.
Die Gesamtleitung hat Sabine Kleinau-Michaelis.
Im Mai 2007 gründete Christine Etzold den KiKoBa (Kinderchor Badenstedt) mit 22 Kindern. Heute hat der Chor ca. 90 Mitglieder in drei Altersgruppen: KiKoBa I (6-8 Jahre), KiKoBa II (9-12 Jahre) und JuKoBa (13-20+ Jahre). Als Co-Chorleiterin fungiert Katharina Schories. Das Repertoire, bestehend aus Volksliedern, Raps, Kanons, Gospels, Filmmusiken. Seit der Gründung widmet sich der Chor der altersübergreifenden Zusammenarbeit bei großen Musicalproduktionen. Alle Kinder wirken mit, die Eltern übernehmen in 15 Teams Kostüme u.a. Gerade abgeschlossen wurden 4 Aufführungen von “Oliver!”, einem Musical von Lionel Bart.
Der Junge Chor Hannover (Ltg. Steffen Henning) wurde 1978 gegründet und wandelte sich über die Jahre von einem Kinderchor zu einem Chor junger Erwachsener. Die ca. 50. Sängerinne und Sänger verbindet die Freude am gemeinsamen Singen in einer freundschaftlichen Atmosphäre. Wöchentliche Proben werden von Stimmgruppenproben und Stimmbildung unterstützt. Einmal im Jahr verreisen die Mitglieder zusammen auf ein Probenwochenende. Das Repertoire des Chores umfasst weltliche und geistliche A-cappella-Musik des 16. bis 21. Jahrhunderts, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Kennenlernen des musikalischen Reichtums vieler verschiedener Länder liegt.
Der Vorläufer des Kammerchores Herrenhausen wurde 1873 gegründet und nannte sich viele Jahre „Herrenhäuser Chorgemeinschaft“. Ihm gehören 41 aktive und 35 fördernde Mitglieder an. Zum Repertoire des Chores zählt sowohl weltliche als auch geistliche Musik aller Epochen.
Das Niveau des Kammerchores Herrenhausen wurde maßgeblich durch Wilfried Garbers geprägt, der den Chor von 1952 bis 1993 leitete. Die nachfolgenden Chorleiter bzw. Chorleiterinnen setzten die Chorarbeit mit bemerkenswerten Erfolgen fort. Seit März 2019 leitet Daniel Morgner den Kammerchor Herrenhausen.
In der Vergangenheit hat es eine Vielzahl von Kontakten zu anderen Chören im In- und Ausland gegeben. Besonders verbunden ist der Kammerchor Herrenhausen mit dem Fynbo-Chor aus Odense/Dänemark.
Der Johannes-Brahms-Chor Hannover wurde 1984 von Gudrun Schröfel und Ludwig Rutt (†) gegründet. Er besteht aus Berufstätigen und Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen, die über umfangreiche Chorerfahrung und teilweise über eine Gesangsausbildung verfügen. Der Chor ist Preisträger des Niedersächsischen und des Deutschen Chorwettbewerbs, jeweils in der Kategorie semiprofessioneller Chöre sowie - gemeinsam mit anderen hannoverschen Chören - des "ECHO Klassik 2010" für die CD „Glaubenslieder“.
Der Johannes-Brahms-Chor wird regelmäßig für Konzerte mit der NDR-Radiophilharmonie eingeladen, welche für Rundfunk- und Fernsehüber-tragungen mitgeschnitten werden. So wirkte der Chor in den letzten Jahren unter anderem bei Beethovens Neunter Sinfonie, Mahlers Auferstehungssinfonie, Brahms' Deutschem Requiem sowie einer konzertanten Aufführung von Wagners Fliegendem Holländer mit und hat ferner als Partner für das NDR-Klassik-Open-Air im Maschpark Hannover an den Opern Tosca, La Bohème und La Traviata mitgewirkt. Darüber hinaus wurde der Chor wiederholt für Produktionen mit dem Niedersächsischen Staatsorchester und dem Orchester der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover verpflichtet.
Im Mittelpunkt der musikalischen Arbeit steht jedoch die differenzierte Interpretation anspruchsvoller A-Capella-Literatur von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen, wobei Werken der Romantik und insbesondere des Namenspatrons Johannes Brahms eine besondere Bedeutung zukommt. Konzertreisen führten den Chor durch die Bundesrepublik und ins europäische Ausland.







Musikschule Hannover 